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Wirtschaftsunterricht an Waldorfschulen (Artikel Empfehlung)



Kürzlich fand ich diesen spannenden Artikel zum Thema


Wirtschaftsunterricht an Waldorfschulen, den ich Ihnen gerne zur Anregung neuer Impulse weiterleiten möchte.

Hier finden Sie den vollständigen Artikel "Wirtschaftsunterricht an Waldorfschulen - Jetzt" von Herrn Johannes Mosmann:


Auszüge..


"Nie war es dringender als jetzt, dass die Waldorfschulen mit den Anregungen Rudolf Steiners ernst machen und ihre Zöglinge auch in Wirtschaftsfragen unterrichten. Denn die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Wissenschaftskrise. Sie hat ihren Ursprung in den Begriffen über das soziale Leben, die uns in Schule oder Universität, im alltäglichen Wirtschaftsverkehr oder mittels des vermeintlich neutralen 'Informationsflusses' anerzogen werden. Neoliberale Think-Tanks wie z.B. das INSM [1] in Köln, die z.B. die FAZ oder die financial times mit „Nachrichten“ und die Regierung mit Slogans wie „Sozial ist was Arbeit schafft“ beliefern, sind überdies schon längst dazu übergegangen, unsere Kinder für ihre Pläne heranzuziehen, indem sie den Staatsschulen Unterrichtsmaterialien bereitstellen.

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Die Waldorfschulen sind in Sachen Sozial- und Wirtsschaftskunde in den Kinderschuhen stecken geblieben. Zwar gibt es eine Hausbauepoche, es gibt Werkunterricht, und es gibt kleinere Praktika. Aber diese Fächer bilden erstens alle nur einzelne Teilgebiete des Wirtschaftslebens ab, und dies zweitens unbeabsichtigt, denn sie dienen gar nicht dem Zweck, die Kinder mit den Gesetzen des Wirtschaftslebens vertraut zu machen. Was fehlt, ist schlicht ein echter Wirtschaftsunterricht, wie ihn der Gründervater der Waldorfschulen forderte. Dass die diesbezüglichen Anregungen Rudolf Steiners, wie z.B. die, dass die Schüler spätestens bis zum 15. Lebensjahr die Buchführung[2] beherrschen oder dass sie ihre Werkstücke professionell fertigen und verkaufen sollen[3], bis dato nicht umgesetzt wurden,


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An keiner der 213 Waldorfschulen in Deutschland wird zum Beispiel folgende Stelle im Protokoll berücksichtigt: „Es wird berichtet über den Unterricht in sozialer Erkenntnis. Dr. Steiner: „In der 7. und 8. Klasse könnte man das geben, was in den 'Kernpunkten der sozialen Frage' steht“[6]. Die Schrift Die Kernpunkte der sozialen Frage behandelt die Frage des gerechten Preises, den Begriff der Ware, die Unverkäuflichkeit der Produktionsmittel, das Eigentumsrecht, das Wesen des Geldes usw.


Man könnte sagen: Nun ja, soziale Dreigliederung ist wichtig, anderes ist aber auch wichtig, und wir spezialisieren uns eben auf das andere. Das ist ein fataler Irrtum. Man kann „Wirtschaft“ oder „Recht“ nämlich gar nicht „nicht unterrichten“. Man kann die Kinder in diesen Dingen nur mit oder ohne Bewusstsein unterrichten. Und wenn man sie ohne Bewusstsein unterrichtet, dann zwängt man ihnen eben jene falschen Begriffe auf, die uns in die Krise geführt haben."


/bk


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